Die Briefmarkengalerie tschechischer und slowakischer Graphik-Kunst

Ferdinand Schirnböck * Czeslaw Slania * Philip Christian Batz


Zwar beschäftige ich mich praktisch ausschließlich mit tschechischen und slowakischen Stechern, einer der vielen internationalen Stecher rief jedoch mein ganz persönliches Interesse hervor, obwohl er mit tschechoslowakischen Briefmarken absolut nichts zu tun hat, aber er trägt meinen Namen. Daher möchte ich es nicht versäumen, meinem Namensvetter an dieser Stelle ein kleines Denkmal zu setzen -
dem deutsch-dänischen Stecher

PHILIP CHRISTIAN BATZ (1820-1890)

Obwohl ausschließlich für skandinavische Länder tätig, ist Philip Batz Deutscher, geboren am 25. Mai 1820 in Offenbach. Aus Verehrung für den dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1770-1844) ging er mit 18 Jahren nach Kopenhagen, um bei diesem an der dortigen Kunstakademie Bildhauerei zu studieren. Seine künstlerische Karriere führte ihn aber auf einen anderen Weg, bereits 1842 begann er als Kupferstecher zu arbeiten und später auch als Silberschmied. Zunächst stach er für die dänische Nationalbank. Mehrere dänische Banknoten aus den Jahren von 1860 bis 1873 stammen aus seiner Feder.

Sehr bald begann er aber auch mit dem Entwerfen und Stechen von Briefmarken für die dänische Postverwaltung. Die ab 1864 in verschiedenen Varianten verausgabte Dauermarke Dänemarks und auch die Dienstmarke wurde von ihm entworfen und gestochen. Von ihm sind auch die im ähnlichen Stil gestalteten Dauermarken Norwegens und von Island, das damals zu Dänemark gehörte.

Philip Batz starb am 11. Februar 1890 in Kopenhagen.
 

Dauermarken Dänemarks und Norwegens
aus dem 19. Jahrhundert

entworfen und gestochen von Philip Batz

MiNr. Dänemark 24, Norwegen 18


MiNr. der Briefmarkenstiche von Philip Batz:
Dänemark:
11-31, 34-36, 40/41, 62 und 82 (beides überdruckte Dienstmarken), Dienstmarken 1-7
Norwegen: 16-34
Island: 1-34
Dänisch Westindien:
Vielen Dank an Ann Mette Heindorff für die Unterstützung mit Informationen.