Die Briefmarkengalerie tschechischer und slowakischer Graphik-Kunst
1. Briefmarke * Stich * 2. Briefmarke





MARTIN ÈINOVSKÝ
(geb. am 8. März 1953 in Levoèa)

Der slowakische Briefmarkenstecher Martin Èinovský besitzt in seinem Land auch ein hohes Ansehen als freier Graphiker. Weit über 100 Briefmarkenstiche und viele weitere Arbeiten für die Post (Ersttagsbriefe, Stempel usw.) stammen inzwischen aus einer Feder. Seine Ausbildung als Graphiker erhielt er in den 70er Jahren bei Albín Brunovský, einem der bedeutendsten slowakischen Graphiker. Sein künstlerisches Spektrum erweiterte er durch weiterführende Studien in Frankreich, bis er sich Anfang der 80er Jahre auf das Spezialgebiet von Postgraphiken konzentrierte. Im Jahr 1986 war er der erste Slowake überhaupt, der eine Briefmarke der Tschechoslowakei stechen durfte, eine Ausgabe zur Volleyballweltmeisterschaft der Damen (MiNr. 2863). Inzwischen hat er auch mehrere Briefmarken selbst entworfen - natürlich auch selbst gestochen, unter ihnen die erste Ausgabe der 1993 neu gegründeten Slowakei mit dem Staatswappen (MiNr. 162). Heute leitet er als Professor an der Kunsthochschule in Bratislava ein in der Welt wahrscheinlich einzigartiges Spezialinstitut für Postgraphik. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis aus diesem Institut eine neue Generation hevorrragender Briefmarkenkünstler hervorgeht. Neben seiner graphischen Tätigkeit spielt er mehrere Musikinstrumente und komponiert regelmäßig auch Filmmusik.


Matica slovenska
Matica slovenská

entworfen von Albín Brunovský
gestochen von Martin Èinovský

Schwarzdruck der Ausgabe aus dem Jahr 1988, die in diesem Jahr zur schönsten Marke der Tschechoslowakei gewählt wurde


Ausgabetag: 29. März 1993, MiNr. 2956

Die "grüne Matica-slovenská-Marke" (unter dieser Bezeichnung ist sie den Sammlern bekannt) erhielt hohe öffentliche Anerkennung vor allem durch seinen hohen künstlerischen Wert, der nicht zuletzt aufgrund der optimalen Zusammenarbeit von Lehrer und Schüler zustande kam. Mit hoher stecherischer Präzision, die im abgebildeten Schwarzdruck gut nachzuvollziehen ist, führte Martin Èinovský den Entwurf seines berühmten Lehrers aus. Èinovskýs Stil wird in einer slowakischen Veröffentlichung über ihn folgendermaßen beschrieben:

"Rytecký rukopis Martina Èinovského sa prejavuje ako ideálne spojenie klasikej ryteckej s dômyselne a úèelne organizovaným systémom línií. V uchvacujúcom rytme, nevídanej dynamike a razantnosti prerastá do súèasnej polohy ponímania rytiny. Ryteckou technikou predlohu mechaniky nekopíruje, ale ryje podla vlastných tvorivých zásad."
(Martin Èinovskýs Handschrift als Stecher äußert sich als ideale Kombination klassischer Stechertechnik und einem überlegtem und planvoll organisiertem System von Linien. In mitreißendem Rhythmus, innovativer Dynamik und Kühnheit fällt sie sie unter ein zeitgemäßes Verständnis des Stechens. Èinovský kopiert nicht mechanisch ein Kunstwerk, sondern graviert es auf Basis seiner eigenen kreativen Maximen.)


Herzlich möchte ich meinem Freund Bøetislav Janík aus Prag danken, ohne dessen Hilfe diese Seite nicht möglich gewesen wäre.