Die Briefmarkengalerie tschechischer und slowakischer Graphik-Kunst

ZUR GESCHICHTE DES BRIEFMARKENSTECHENS UND -DRUCKS
IN DER TSCHECHOSLOWAKEI


Linienzeichnung des Motivs "Jindøichùv Hradec"
gestochen von Bohumil Heinz nach einem Entwurf von Karel Vik
ausgegeben als Briefmarke im Jahr im Protektorat Böhmen und Mähren (MiNr.39)
Rytec, to není umìlecká primadona; naopak! Èasto nejradìji anonym, zkrušený složkami nezdaru, na nìmž nemá viny: nehodnotnou pøedlohou, zkreslením rytiny tìžkým strojem leckdy o více, nežli o zlomky milimetru, nepeèlivým tiskem od zkušebního nátisku na hony vzdáleným, pøeèasto graficky nehodnotným papírem, na nìmž byly tištìny.

Der Stecher, das ist keine künstlerische Primadonna; im Gegenteil! Am liebsten oft anonym, zermürbt durch Misserfolgserlebnisse, an denen er keine Schuld hat: durch eine wertlose Vorlage, durch einen verzerrten Stich auf einer schweren Maschine manchmal um mehr als nur Bruchteile von Millimeter, durch einen Prüfdruck, der von einem sorgfältigen Druck weit entfernt ist, sehr häufig durch graphisch nicht geeignetes Papier, auf das gedruckt wird.

Emil Edgar, tschechischer Kunsthistoriker

Allgemein gilt Alfons Muchas "Hradèany-Marke" als die erste offizielle Briefmarke der Tschechoslowakei. Man vergisst sehr oft, dass bereits über einen Monat vor diesem Tag, nämlich am 7. November eine Briefmarke veröffentlicht und im Postverkehr der Tschechoslowakei verwendet wurde, die sog. "skautské" (in deutsch: Skauten, Pfadfindermarken). Diese beiden ersten Briefmarkenausgaben waren im Buchdruckverfahren hergestellt, ein Verfahren, das auch in den nächsten Jahren für die Briefmarkenausgaben Verwendung fand, weil man im neuen Staat keine geeigneten Druckereien für anspruchsvollere Druckverfahren hatte. Dabei ist zu beachten, dass der am 28. Oktober 1918 gegründete neue Staat es selbstverständlich eilig hatte, möglichst bald die Zeichen seiner neuen Eigenständigkeit (zu denen auch die Briefmarken gehörten) der Welt kundzutun. Trotz dieser Eile, aber auch trotz des Fehlens erfahrener Künstler, Drucker bzw. Druckereien, gelang es, einem hohen künstlerischen Anspruch gerecht zu werden, was letztlich der Bereitschaft Alfons Muchas zu verdanken war, die erste Briefmarke zu gestalten. Innerhalb von 24 Stunden legte dieser bereits am 30. Oktober 1918 erste Entwürfe vor. Darüber hinaus hatte man aber nicht genügend Zeit, auch noch weitere qualitative Anforderungen in der Produktion zu erfüllen. Aber trotz der Hektik, die diese erste Briefmarke umgab, gelang es schließlich die erste Briefmarke ohne allzu große Verzögerung am 18. Dezember 1918 herauszugeben, auch wenn in den folgenden Jahren durch laufende Veränderungen an der Hradschin-Marke noch viel experimentiert wurde.

Auch die auf die Hradèany-Ausgaben folgenden erste Phase der Briefmarkenkunst in der Tschechoslowakei war daher in vielen Teilen eine Zeit des Suchens und Ausprobierens. Die verschiedensten Künstler legten Briefmarkenentwürfe vor, alle wurden im Buchdruckverfahren umgesetzt, so z.B. Jakub Obrovskýs sog. "Legionärsmarken" und das Motiv "Hospodáøství a vìda" (Wirtschaft und Wissenschaft), Jaroslav Bendas "Holubice"- (Tauben-)Motiv, V. H. Brunners "Befreite Republik" oder auch sämtliche Entwürfe Alfons Muchas für die Zeitungs- oder Zuzahlungsmarken

Die ersten Versuche, neue und andere Wege zu gehen, sind aus dem Jahr 1920:

* Zum 70. Geburtstag des Staatsgründers TomᚠGarrigue Masaryk am 7. März 1920 beauftragte man im Jahr 1919 den bekannten Maler und Graphiker Max Švabinský mit der Ausführung eines Porträts des Präsidenten für eine Briefmarke. Der Stecher Eduard Karel, beriet den Künstler zunächst bei seiner Arbeit. Karel, geboren am 20. 1. 1861 in Smiøice, gestorben am 18. Oktober 1950 in Turnov, leitete in dieser Zeit eine private Graphikschule in Prag und führte den Entwurf des Porträts schließlich auch als Stich aus (MiNr. 140). Die Marke wurde zwar teilweise auch im Buchdruckverfahren hergestellt, erstmals fanden aber auch lithographische Techniken bei der Herstellung Verwendung. Zudem war es die erste Briefmarke, die als Kooperation zwischen zwei herausragenden Künstlern bei Entwurf und Stich entstand. Mehr über die Geschichte dieser - drucktechnische wenig geglückten - Briefmarke auf der Seite zu Eduard Karel.

* Anfang Juni 1920 erschienen die beiden Hussiten-Briefmarken von Alfons Mucha. Sie sind die ersten beiden Marken der Tschechoslowakei, die in einer Tiefdrucktechnik hergestellt wurden, auch wenn noch nicht in den hochwertigen Stahlstichverfahren, sondern als Rastertiefdruck.

Genau 5 Jahre nach der Staatsgründung begann dann am 28. Oktober 1923 eine neue Ära in der Herstellung tschechoslowakischer Briefmarken. An diesem Tag erschien ein erster Satz mit einem Masaryk-Porträt gestochen von dem deutschen Stecher Karl Wolf, den man als Angestellten aus den KuK-Zeiten übernommen hatte. Erstmals wurde diese Ausgabe nicht durch das Graphikinstitut Unie gedruckt, sondern in der Firma A. Haase in Prag. Schon bald diente dieser Entwurf als Grundlage für eine Dauermarkenserie. Von diesem Masaryk-Porträt Max Švabinskýs gab es dann in den folgenden Jahren eine Vielzahl von Ausgaben in den verschiedensten Varianten. Gedruckt wurde auf einer neu erworbenen Stickney-Druckmaschine, die bis in die 50er Jahre hinein eingesetzt wurde. Die Ausführung der dauernden Veränderungen an der Marke lag in den Händen des Stechers Jaroslav Goldschmied, der von diesem Zeitpunkt an bis in die 80er Jahre hinein die tschechoslowakische Stecherkunst maßgeblich prägte. Daher ist dieser Briefmarkenausgabe und dem Stecher Jaroslav Goldschmied im folgenden ein ausführlicherer Beitrag gewidmet. Bis zum Ende der Tschechoslowakei 1939 gibt es ab dieser Serie keine Briefmarken mehr, die im Rasterdruck ausgeführt wurden. Die Technik des Stahlstichdrucks entwickelte sich aber erst in den Jahren nach dem Krieg zur qualitativ höchsten Form in der Briefmarkenproduktion der Tschechoslowakei und begründete durch die Verwendung bei der jährlichen Kunstserie "umìní" den Weltruhm tschechoslowakischer Briefmarken.

Die Zeit des Suchens nach der idealen und qualitativ höchsten Form der Briefmarkenproduktion war aber mit Goldschmieds Briefmarke vor dem Krieg noch nicht abgeschlossen. Mit dem deutschen Stecher Karl Seizinger begann ab 1926 eine weitere Entwicklungsphase. Seine ersten Umsetzungen, u.a. Entwürfe von T. F. Šimon, waren weitere Versuche in der Stahlstichtechnik von der flachen Platte, später ging man dann zu einer kombinierten Technik über, die auch einen Rotationsdruck erlaubte. Mit Seizingers Namen ist vor allem die Dauermarkenserie der 20er Jahre "Hrady, krajiny, mìsta" (Burgen, Landschaften, Städte) verbunden.

Nach dreijähriger Bauzeit von 1924-1927 nahm im Jahr 1928 die neugegründete "Státní tiskárna cenin" (Staatliche Wertpapierdruckerei) in Prag ihre Arbeit auf. Die beiden deutschen Stecher Karl Wolf und Karl Seizinger wurden als Angestellte übernommen, sowie ein weiterer Stecher eingestellt - Jindra Schmidt. Sehr schnell erwarb sich diese Druckerei aufgrund ihrer hohen Qualitätsmaßstäbe weltweite Anerkennung. Bereits 1937 erhielt die Druckerei für die Realisation der 1000-Kronen-Banknote, entworfen von Max Švabinský auf der "Exposition des Arts et des Techniques" in Paris ein Ehrendiplom. Dasselbe hohe Qualitätsniveau wie bei den Banknoten wurde auch auf die Briefmarkenproduktion übertragen. Anfang der 30er Jahre kam es immer öfter zu Auseinandersetzungen mit Karl Seizinger über die Qualität der künstlerischen Umsetzungen auf Briefmarken, was dazu führte, dass Seizinger den Betrieb verließ und nur noch als freier Mitarbeiter arbeitete. Als Ersatz und Ergänzung für ihn beschäftigte man von Beginn der 30er Jahre an einen weiteren Stecher - Bohumil Heinz. Da er bei der zunächst begonnenen Arbeit an Banknoten nicht den Erwartungen des großen Meisters Max Švabinský entsprach, überließ man ihm allmählich immer mehr Briefmarkenstiche. Ab etwa Mitte der 30er Jahre stammen dann fast alle Umsetzungen von ihm. Nach Seizingers Emigration aufgrund der Besetzung der Tschechei durch Hitler, setzte Heinz dessen Arbeit und Werk bis zu seinem frühen Tod auch im Protektorat fort. Zu den bekanntesten Umsetzungen von Heinz gehören die Briefmarken der Fortsetzung der "Hrady"-Serie. Ein Stich des Motivs mit der Stadt Jindøichùv Hradec (Neuhaus) nach einem Entwurf von Karel Vik und gestochen von Bohumil Heinz ist oben zu sehen. Dieser Entwurf wurde aber erst im Protektorat auf einer Briefmarke umgesetzt.

Beispiele aus Böhmen und Mähren
Jaroslav Goldschmied: Radolest (Lindenblatt)
Karl Seizinger: Olomouc (Olmütz), entworfen von Karel Vik
Jaroslav Benda: Holubice (Taube)

Der hohe Standard der Briefmarkenproduktion blieb auch während der Besatzungszeit im Protektorat Böhmen und Mähren erhalten. Obwohl die Post des Protektorats der Postaufsicht des Deutschen Reiches unterstand. übernahm man sowohl die Produktionsmittel und Maschinen (insbesondere auch die Stickney-Maschine) der tschechischen Briefmarkenerzeugung, verwendete daher auch konsequenterweise das Stahlstich-Rotations-Verfahren für den Briefmarkendruck und ließ weiterhin bei der "Böhmischen Graphischen Union A.G." ("Unie") in Prag drucken. Auch scheint es kein Problem gewesen zu sein, die gleichen Künstler und Stecher mit dem Briefmarkenentwurf zu beauftragen. Die Postverwaltung des Protektorats übernahm die Entwürfe bekannter tschechische Graphiker wie Karel Vik (geb. 4.11.1883 in Hoøice v Podkrkonoší, gest. 8.10.1964 in Turnov), Vladimir Silovský (geb. 11.7.1891 in Libáò u Jièína, gest. 26.4.1974 in Prag) oder Jan Charles Vondrouš (geb. 24.1.1884 in Chotusice u Èáslavi, gest. 28.6.1970 in Prag) und die Umsetzungen der Stecher, die auch schon vor der Besatzung für die Postverwaltung arbeiteten, wie Bohumil Heinz, Jaroslav Goldschmied und auch Karl Seizinger. Die Übernahme von Seizinger-Briefmarken ist insbesondere bemerkenswert, als dieser - obwohl Deutscher - bereits vor der Besetzung das Land verlassen hatte. Es wurden Umsetzungen von Seizinger veröffentlicht, die dieser bereits vorher geschaffen hatte, und mit neuem Rahmen und neuer Landesbezeichnung versehen, allerdings entfernte man - mit Ausnahme der Olmütz-Marke (s. oben) - Seizingers Stecherzeichen, ein große "S".

Die Postverwaltung war auf den hohen Standard ihrer Arbeit so stolz, dass sie dies auf einem eigenen Flugblatt (das mir freundlicherweise Petr Gebauer zukommen ließ) herausstellte. Das folgende Zitat gibt einen guten Eindruck von diesem Stolz:
Die Briefmarkenerzeugung unterliegt in allen Erzeugungsphasen einer genauen Kontrolle: Die Qualität des Papiers, des Drucks, der Gummierung und der Perforation wird geprüft; die abgezählten fehlerlosen Markenbogen werden in Stöße zu 100 Bogen geschichtet und mit einem mit den Unterschriften der Kontrollorgane gezeichneten Kreuzband versehen. Das fertige Markenmaterial wird dann der Postwirtschaftszentrale in Prag zugestellt, welche die Postämter mit allen Arten von Postwertzeichen versorgt.

Erst in den späteren Jahren des Protektorats tauchen immer häufiger deutsche Namen als Entwerfer und Stecher auf (Max Geyer, Alois Langenberger, Anton Erhardt), und es wurden auch immer mehr andere Druckverfahren (Rastertiefdruck, in der unabhängigen Slowakei auch wieder der Buchdruck) eingesetzt. Obwohl er bereits seit 1929 Angestellter der Staatsdruckerei war, tritt erst jetzt im Protektorat ein neuer Name als Stecher auf, der in den Jahren nach dem Krieg maßgeblich das Bild tschechoslowakischer Briefmarken bestimmen sollte - Jindra Schmidt. Ihm ist auch im folgenden eine mehrseitige Abteilung gewidmet, die über den Link erreicht werden kann.

Bis zum Aufbau einer neuen Briefmarkenproduktion nach dem Krieg wurden die Ausgaben des Jahres 1945 bei einer Vielzahl verschiedenster Druckereien in der Slowakei oder auch im Ausland gedruckt, z.B. bei GOZNAK in Moskau, De La Rue in London, Wiko in Košice, Neografia in Martin oder Slovenská Grafia und Tiskarnia Andrej in Bratislava.

Nach dem Krieg baute man auf das im Protektorat verfeinerte Verfahren des Stahlstichtief-Rotations-Druck und kombinierte es mit dem Rasterdruck, das sowohl einen hohen künstlerischen Standard als auch den Einsatz für den Massendruck ermöglichte. Jindra Schmidt wurde Werkmeister in der Druckerei und erhielt zwei neue Mitarbeiter - Jan Mráèek und Ladislav Jirka. 1952 stellte man um von der Stickney-Maschine auf das neue WIFAG-Verfahren. Die Briefmarke zum Gedenken an Ladislav Zápotocký vom 12.1.1952 (MiNr. 701/702) war die erste mit dieser Technik gedruckte Marke. Einer der bedeutendsten Stecher dieser Phase in den 50er Jahren war Bohdan Roule. Weitere bedeutendende Stecher, die in der Nachkriegszeit den Beginn ihres Schaffens hatten, wie z.B. Jiøí Švengsbír, Josef Herèík oder Bedøich Housa werden in dieser Abteilung ausführlicher vorgestellt. Speziell diese drei Stecher zeichnet aus, dass sie meist auch selbst die Entwerfer der von ihnen gestochenen Briefmarken und daneben hoch angesehene freie Graphiker sind. Ausgesprochen wertvolle Ausgaben (insbesondere die Kunstserien "umìní" und "Pražský hrad") - gedruckt im allgemeinen als Kleinbögen - blieben mit ihren relativ niedrigen Auflagen dem reinen Stahlstichdruck von der flachen Platte vorbehalten. Hierzu verwendete man seit 1950 eine WAITE-Saville-Maschine. Insbesondere die in dieser Technik gedruckten Briefmarken können als echte graphische Werke angesehen werden, da die gesamte Produktion mit dem Vorgehen beim Graphikdruck vergleichbar ist. Die Verantwortung für die graphische Umsetzung und Herstellung der Briefmarken lag und liegt in den Händen der "Státní tiskarna cenin" (Staatliche Wertpapierdruckerei) in Prag (seit 1992 bei der speziellen "Poštovní tiskarna cenin"), für die auch die Stecher arbeiten. Für die Massenproduktion schaffte man 1966 eine weitere WIFAG-Maschine an, die eine noch bessere Kombination von Stahlstich- und Rastertiefdruck ermöglichte. Nur vereinzelt ließ man Ausgaben im Ausland drucken, wie z.B. 1975 in der Staatsdruckerei der DDR in Leipzig. Die hohe Qualität der Prager Staatsdruckerei wurde auch im Ausland geschätzt. So führte sie u.a. Druckaufträge für Briefmarken aus für Albanien, Bulgarien, Vietnam, Irak, Kuwait, Libyen, Äthiopien oder China. Auf diese Weise tauchen Namen wir Jindra Schmidt oder Ladislav Jirka als Stecher von Marken dieser Länder auf. Eine (sicherlich noch unvollständige) Liste mit den bisher von mir recherchierten Briefmarken ausländischer Postverwaltungen, die von tschechischen Stechern stammen, finden Sie, wenn Sie auf den Link klicken.

Jindra Schmidt ging 1962 in den Ruhestand, schied somit aus der Staatsdruckerei aus, arbeitete aber als freier Mitarbeiter in vielfältiger Weise weiter. Sein Nachfolger auf seinem Posten wurde Miloš Ondráèek.

Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen von Martin Èinovský
Erste von einem Slowaken gestochene Marke der Tschechoslowakei
Ausgabetag: 19. Mai 1986, entworfen von Petr Míšek
Die Konzentration der Briefmarkenproduktion auf Prag brachte es auch mit sich, daß die Briefmarken meist von tschechischen Künstlern entworfen und bis in die 80er Jahre hinein durchwegs von tschechischen Stechern umgesetzt wurden. Allgemein wird der 28. August 1957 als ein bedeutendes Datum in der Geschichte tschechoslowakischer Briefmarken angesehen. An diesem Tag wurde durch die Ausgabe einer vom slowakischen Graphiker Jozef Balហentworfenen Tierserie (MiNr. 1035-1039) eine eigenständige slowakische Briefmarkentradition begründet. In den 80er Jahren wuchs schließlich an der Kunstakademie in Bratislava eine neue Generation slowakischer Graphiker heran, die über ihren Lehrer Albín Brunovský, der selbst viele Briefmarken schuf, mit der Stecherkunst in Berührung kam. Als erster slowakischer Stecher trat dann im Jahr 1986 Martin Èinovský in Escheinung und erlangte in den folgenden Jahren eine große Bedeutung, insbesondere für die neu entstandene Slowakei. Seine erste zur Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen herausgegebene Briefmarke (s. oben, MiNr. 2863) gilt als der Beginn einer eigenen slowakischen Stecherschule, die in der jetzt unabhängigen Slowakei immer stärker ihr eigenes nationales Gesicht entwickelt. Um nur zwei weitere Namen in diesem Zusammenhang zu nennen, seien beispielhaft Rudolf Cigánik oder František Horniak erwähnt. Das an der Universität Bratislava existierende Institut für Postgraphik von Martin Èinovský ist wohl eizigartig in der ganzen Welt.

Auch in der neugegründeten Tschechischen Republik prägt heute eine neue Stechergeneration immer mehr das Bild der Briefmarken. Zu ihnen zählen z.B. Václav Fajt oder Jiøí Bouda, die sich bereits in den letzten Jahren der Tschechoslowakei als Stecher einen Namen machten. Daneben sind zu nennen Bohumil Šneider, Martin Srb oder Pavel Kováøík, die sich sicher auch bald ein so hohes Ansehen erworben haben werden, dass sie mit einem eigenen Beitrag in dieser Abteilung vertreten sind.

Die folgenden Seiten mit vielen Beispielen sollen nun die Meilensteine in der Entwicklung der mehr als 80jährigen tschechoslowakischen Stecherkunst etwas ausführlicher dokumentieren. Durch Klicken auf den Button ist die Übersichts-Seite der Stecherwelt mit den links zu den entsprechenden Seiten erreichbar. Sie können aber auch - oben dem grauen Pfeil folgend - direkt zur ersten Stecherseite gehen.