Die Briefmarkengalerie tschechischer und slowakischer Graphik-Kunst


Kezmarok
Alfred Fuchs hat mich vor allem aufgrund seines deutschen Namens interessiert, und als ich feststellte, dass er in Deutschland geboren wurde, war ich auch neugierig auf seine Biographie, über die ich inzwischen auch genügend Informationen für diesen Beitrag habe.

Alfred Fuchs wurde am 17. Februar 1925 in Saarbrücken als Sohn eines tschechischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. In Saarbrücken wuchs er auch auf und siedelte 1935 mit der Familie in die Tschechoslowakei um, wo er sich zunächst mit Typographie beschäftigte und als Typograph arbeitete. In den Jahren 1944/45 war er im Konzentrationslager Bystrice bei Benešov inhaftiert. Nach dem Krieg konnte er dann endlich an der Hochschule für bildende Kunst in Prag ein Kunststudium aufnehmen. Seit 1955 war er in vielen nationalen und internationalen Kunstausstellungen vertreten. In seinem Werk tauchen - hergeleitet aus seiner Biographie - sehr häufig Themen des Kampfes gegen das Nazi-Regime auf. So gewann er schon 1960 den ersten Preis im nationalen Wettbewerb zum Thema "Auschwitz" und von 1962-1973 realisierte er zusammen mit Vendelín Zrubecký ein Wandgemälde in Auschwitz.

Auch seine ersten Briefmarkenentwürfe aus dem Jahr 1963 sind politisch motiviert und gedenken der tschechoslowakisch-sowjetischen Freundschaft. Diesen beiden Entwürfen folgte dann bis 1985 eine mehr als 20jährige Pause, der sich bis heute eine recht fruchtbare Phase seines Briefmarkenschaffens anschloss. Inzwischen gibt es von ihm 16 Briefmarken und 5 Blöcke (als Beispiel siehe oben die Burg Kežmarok). Seine bisher letzten Entwürfe sind die tschechischen EUROPA-Marken des Jahres 1999, auf denen Motive aus den beiden Naturparks Böhmerwald und Podyjí abgebildet sind.