Die Briefmarkengalerie tschechischer und slowakischer Graphik-Kunst

X.
Jiøí Antonín Švengsbír (1921-1983)

U zelené žáby
(1970)

Praha

Jiøí Antonín Švengsbír:
U zelené žáby

Ausgabetag: 20. Januar 2004, MiNr. 386
Graphische Aufbereitung und Stich: Bedøich Housa
kombinierter Stahlstich- und Rastertiefdruck
Originalmarke: MiNr. 1957, 23. September 1970
Die nun zehnte Ausgabe der Serie "Tradice èeské známkové tvorby" ehrt einen Briefmarkenkünstler, von dem einige der schönsten Marken der Tschechoslowakei überhaupt stammen - den aus Prag stammenden Graphiker, Briefmarkenentwerfer und Stecher Jiøí Antonín Švengsbír. Auch in meiner Briefmarkengalerie ist er bereits mehrfach vertreten, nicht zuletzt deswegen, weil er einer der Künstler ist, dessen Werke ich besonders bewundere.

Ausführliche Informationen über sein Leben und Werk finden sie vor allem in der Abteilung über die Briefmarkenstecher und in dem Teil mit Albrecht Dürers Rosenkranzfest. Als gebürtiger Prager besaß er eine besondere Liebe zu seiner Heimatstadt, was sich auch in einer Vielzahl von Briefmarkenausgaben mit Motiven aus der "Goldenen Stadt" ausdrückt. Aus diesem Grund sind ihm in dieser Galerie auch vier Seiten in der Abteilung über Prag gewidmet.

Diese spezielle Vorliebe für Prager Motive berücksichtigt auch die vorliegende Ausgabe der "Tradice-Serie". Sie stammt aus einer sechsteiligen Serie vom Jahr 1970 mit alten Hauskennzeichen aus Prag, Brünn und Bratislava. Wie bei den meisten seiner Briefmarken stammt auch hier sowohl der Entwurf als auch die stecherische Ausführung aus der Hand Jiøí Švengsbírs. Die auf der Gedenkmarke zu sehende Ausgabe mit dem Höchstwert der Serie von 1,80 Kès zeigt das Zeichen des Hauses "U zelené žáby" (Zum grünen Frosch). Das zweite Prager Motiv der Serie mit dem Zeichen des Hauses "U zlatého slunce" (Zur goldenen Sonne) finden Sie auf den Švengsbír-Seiten der Abteilung mit Prag-Motiven. Im Markenheftchen und auf dem Ersttagsbrief zur "Tradice-Ausgabe" sind weitere Beispiele der großen Meisterschaft Švengsbírs abgebildet, so auch das folgende Selbstporträt des Künstlers.


Selbstporträt vom Ersttagsbrief